Spielberichte Saison 2022 - 2023

Die fantastische Welt der ESV-Damen

 

Damen I vs. TSV Roßtal II  31:8 (9:4)

 

Am 06.11.2022, um 14:00 Uhr, durften die Damen I des ESV Flügelrad zum ersten Heimspiel der Saison einladen. Zu Gast war die 2. Damenmannschaft des TSV Roßtal.

 

Letzte Woche noch von Nervosität geplagt, war davon an diesem Tag, zumindest im Vorfeld, bei den Hausherrinnen nichts zu merken. Da wurde das Kinesio-Tape mit bloßen Händen zerrissen und ausgelassen für das Mannschaftsfoto posiert. Insbesondere Mannschaftsküken Nena machte schon beim Einwerfen ihren eigenen Leuten klar, dass sie ihren Spitznamen „Endgegner“ absolut zurecht trägt.

 

Kurz vor Spielbeginn arbeitete Trainer Friedrich seiner Mannschaft noch einmal heraus, worauf es ankommt: stabile Abwehr, schnelles Umschaltspiel und druckvoller Angriff mit der nötigen Geduld.

 

Zunächst schien dieses Konzept auch voll aufzugehen und man erzielte flott die 2:0 Führung. Die nächsten Minuten war dann allerdings etwas der Wurm drin und so schaffte man erst in der 10. Minute das 3:0. Aber auch danach fehlte oft die Ruhe und Konsequenz im Angriffsspiel der ESV-Damen. Klare Chancen wurden vergeben bzw. ans Aluminium gezimmert und auch die erste und zweite Welle wollte noch nicht so recht laufen. Einzig die Abwehr ließ kaum Raum für Kritik, insbesondere mit einer überragenden Torhüterin, die nahezu alles parierte bzw. gleich sicher fing. Dies hatte zur Folge, dass den Gästen erst in Minute 22! das erste Tor gelang.

Wer nun dachte, dass sich die ESV´lerinnen bis dahin schon einen ordentlichen Vorsprung herausgearbeitet hatten, dem muss man sagen: leider falsch gedacht! Pfosten- und Lattentreffer zählen nun mal nicht als Tor und so prangten zu diesem Zeitpunkt gerade mal 6 Tore an der Anzeigetafel. Bis zum Halbzeitende passierte nicht mehr viel und man tauschte beim Spielstand von stolzen 9:4 die Seiten.

 

Was DER Friedrich seinen Damen in der Halbzeit predigen würde, war wohl für niemanden ein Geheimnis und dürfte sowas wie „Abwehr passt, Angriff nicht. Spielt bitte Handball!“ gewesen sein. Allerdings waren die ESV-Fans sehr wohl gespannt, was diese spielerische Wundertüte noch zu bieten hatte. Denn der erfahrene Zuschauer weiß, bei den Damen des ESV muss man mit allem rechnen.

 

Und so machten die Hausherrinnen auch prompt das, was sie letzte Saison schon mehrfach in der 2. Hälfte ihrer Heimspiele taten, sie gaben Gas und überrollten die Gäste regelrecht. 8 Tore in 8 Minuten und auf einmal stand es 17:4. So lief das Spiel nun fröhlich dahin. Zwar schlenzte man immer noch genug ans Aluminium, aber sobald den Gegnerinnen ein Tor gelang wurde darauf mit zwei oder drei Toren in Folge geantwortet, was sich im deutlichen Spielstand von 23:8 ablesen ließ, als der Gäste-Trainer 5 Minuten vor dem Ende eine Auszeit nahm.

Auch wenn die sprichwörtliche Messe zu diesem Zeitpunkt schon klar gelesen war, hielt dies beide Mannschaften nicht davon ab, bis zum Ende Alles zu geben. Der ESV machte weiter Druck und die Roßtalerinnen, die sich in anerkennender Weise nie aufgaben, hielten tapfer dagegen, was ihnen leider noch zwei Zeitstrafen in diesem durchweg fairen Spiel einbrachte. Somit hatten die Hausherrinnen endgültig freie Bahn und beendeten das Spiel, zur freudigen(?) Überraschung von Birgit S., die 15 Minuten vor dem Ende einen Kasten Bier versprach, sollte die Mannschaft noch die 30-Tore-Marke knacken, mit 31:8.

 

„Erste Halbzeit pfui, zweite Halbzeit hui“ beschreibt das Spiel in seiner Gänze wohl am besten. Und so bleibt zu hoffen, dass die Damen in ihrem nächsten Spiel die Leistung der 2. Spielhälfte schon von Beginn an zeigen, wenn sie am 04.12.2022, um 15:30 Uhr, die SG Kernfranken im „Eisenbahndepot“ begrüßen dürfen.

Neue Saison – neue Liga – neue Gegner

 

HC Cadolzburg vs. Damen I  17:27 (8:11)

 

Am 30.10.2022 starteten die Damen I des ESV Flügelrad mit ihrem erstens Spiel in die Saison 2022/23.

 

Doch zunächst ein kleiner Rückblick:

Die Saison 2021/22 war unumstößlich für alle eine sehr seltsame Sache, was nicht nur an den ständig wechselnden Hygienebestimmungen lag. Staffeln kannten die meisten auf Bezirksebene bisher nur aus der Bezirksklasse, was u. a. zu Verwirrungen oder auch Verärgerung hinsichtlich der Auf- und vor allem Abstiegsregelungen führte. Zudem lag, aufgrund des Zugeständnisses der Generalkostenfreiheit hinsichtlich Spielverlegungen oder Mannschaftsrückzügen, die Messlatte für solche sehr niedrig. Ob nun notwendig, weil die halbe Mannschaft in Quarantäne sitzt oder einfach, weil man es halt kann und das „Mannschaftszugpferd“ kurzfristig einen anderen Termin hat…es wurde fleißig verschoben. Und auch so ein Mannschaftsrückzug kurz vor Saisonende bringt doch noch mal ordentlich Schwung in die ganze Sache. J

Gerade für die Spieler und Spielerinnen waren die deutlich geringere Anzahl an Meisterschaftsspielen und die damit einhergehenden langen Pausen zwischen den Spieltagen eher ungewohnt, was auch bei den ESV-Damen Spuren hinterließ. Ein Spielrhythmus war nur schwer bis gar nicht zu finden, wenn man jedes Mal ca. 3-4 Wochen bis zur nächsten Partie warten muss. Erschwerend kam hinzu, dass der Bezirk an seiner Liegenverkleinerung der Bezirksoberliga, welche er vor der Pandemie bereits angestrebt hatte, festhielt, was bedeutete, dass grundsätzlich einer mehr absteigen würde und somit der Klassenerhalt zusätzlich erschwert wurde.

Nichtsdestotrotz hatten die Räderinnen genug Möglichkeiten sich frühzeitig von den gefährdeten Tabellenplätzen zu distanzieren. Dies gelang jedoch nicht und man viel mit einer ordentlichen Portion Pech der Abstiegswelle zum Opfer.

Ergo finden sich die Mädels diese Saison in der Bezirksliga wieder, welche abermals in 2 Staffeln geteilt ist. Auf das klar definierte Saisonziel ‚Wiederaufstieg‘ haben sie sich, soweit es Hallensperrungen und Urlaubsreisen zuließen, fleißig vorbereitet, was sie auch gleich im ersten Saisonspiel, auswärts beim HC Cadolzburg, unter Beweis stellen wollten.

 

Merklich nervös, wie das im ersten Saisonspiel so ist, startete man in die Partie.

Die Abwehr stand, nach kurzer Eingewöhnung auf den neuen Hallenboden (Hä – seit wann ist der denn blau?!J), ganz solide und unsere Nena war von Beginn an in ihrem Tor hellwach. So weit so gut. Wenn jetzt noch der Angriff läuft, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Dieser war an diesem Tat aber das kleine Sorgenkind in dem sich Licht und Schatten abwechselten. Gerade in den ersten 30 Minuten stand man oft zu nah an der Abwehr, suchte zu überhastet den Abschluss oder hatte mit ungewohnt vielen technischen Fehlern zu kämpfen. Gekrönt wurde dies durch eine schlechte Chancenverwertung. So plätscherte das Spiel die erste Viertelstunde dahin, bis die ESV´lerinnen beim 5:5 kurz anzogen und sich auf 5:10 absetzten. Danach ließ man den Gastgeberinnen wieder mehr Freiraum und so ging man mit einem 8:11 in die Pause.

In seiner Halbzeitansprache brachte Trainer Friedrich die wichtigen Dinge auf den Punkt: Nervosität ablegen, geduldiger im Angriffsspiel und vor allem „habt Spaß am Spiel!“.

Gewillt dies umzusetzen begab man sich in Halbzeit zwei. Und siehe da, es klappt ja. Der Angriff wurde stabiler und die Abwehr noch einen Tick wacher, so dass nun auch die Konterspezialistinnen mehr zum Zug kamen. Zwar ließ die Chancenverwertung noch deutlich Luft nach oben, aber da man dem Spiel nun doch den eigenen Stempel aufgedrückt hatte, konnten die Flügelräderinnen ihre Führung kontinuierlich ausbauen und das Spiel mit 17:27 für sich entscheiden.

 

Zum nächsten Spiel werden die Schuhe in heimischer Halle geschnürt. Am 06.11.2022 erwarten die ESV-Damen die Landesligaresterve des TSV Roßtal, die dem Mitabsteiger SG Kernfranken schon 2 Punkte abluchsen konnte.

Spiele vom 24.-26.06.2022:

Freitag 24.06.22:

E-Jugend-Rasenturnier Großlang-heim: 1. Platz/6 Mannschaften

 

Samstag 25.06.2022:

E-Jugend I: Beachturnier Groß-langheim:  1. Platz/6 Mannsch.

E-Jugend II: Beachturnier Groß-langheim: 3. Platz/6 Mannsch.

 

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