Starkes Spiel mit Sieg belohnt!
Damen I vs.SC 04 Schwabach 30:29 (15:17)
Eine Woche nach dem Auswärtssieg gegen den HBC II mussten sich die Damen I des ESV Flügelrad in heimischer Halle einer kleinen Mamutaufgabe stellen. Zu Neunt empfing man die Frauen des SC 04 Schwabach, die gewohnt stark besetzt, in der Hans-Wieland-Halle an den Start gingen. Die bisherigen Aufeinandertreffen beider Mannschaften waren immer stark umkämpft, wobei sich das Zünglein an der Waage am Ende meist zu Gunsten von Schwabach bewegt hatte. Doch auch Schwabach hatte mit Startschwierigkeiten in der noch jungen Saison zu kämpfen. Gegen Aufsteiger Weißenburg taten sie sich sichtlich schwer, konnten das Spiel trotz zwischenzeitlicher 8-Tore-Führung nur knapp mit 29:31 für sich entscheiden und gegen die Junge Truppe aus Puschendorf mussten sie sich am Ende mit 32:35 geschlagen geben. Durch den Rückzug der HG Zirndorf II war man zudem Punktgleich, was zusätzlich für Spannung auf der Tribüne sorgte.
Beide Mannschaften fanden gut ins Spiel und boten den Zuschauern ansehnliche Angriffskombinationen, fair erarbeitete Ballgewinne und nennenswerte Torhüterparaden. Alles in Allem eine sehr kurzweilige erste Spielhälfte, in welcher sich Schwabach zwischenzeitlich zwar auf 4 Tore absetzten konnte, die Räderinnen jedoch weiterhin mutig und mit der nötigen Entschlossenheit bis zur Pause auf 15:17 verkürzten.
Sichtlich zufrieden schwor man sich ein, weiter dran zu bleiben und die bisher gezeigte Teamleistung auch in Halbzeit zwei abzurufen.
Tatsächlich erwischten die Gäste den besseren Start in die zweiten 30 Minuten und schoben sich auf 16:21 wieder etwas nach vorne. Ob es sich nun als gutes Omen herausstellte, dass vor Spielbeginn die Kaffeemaschine des Hallenverkaufs für einen Kurzschluss sorgte und so die noch junge Anzeigentafel ausfiel, man sich mit einer Oldschool-Anzeigetafel behelfen musste, die nicht ganz so einsehbar am Kampfgericht stand - man weiß es nicht - jedenfalls zeigten sich die Hausherrinnen (ob nun wissentlich oder nicht) ziemlich unbeeindruckt von der Führung der Gäste und spielten weiter ihren Stiefel runter.
Beim 22:26 hielt man die Schwabacherinnen 4 Minuten lang vom nächsten Treffer ab und schloss wieder auf 24:26 auf. Durch eine 2-Minuten-Strafe der Räderinnen konnten die Gäste ihren Vorsprung erneut auf 24:28 vergrößern, doch die ESV-Frauen mauerten erneut ihr Tor für 6 Minuten zu. Zwar fing man sich hier eine weitere Zeitstrafe ein, dennoch stand es knapp 3 ½ Minuten vor dem Ende 26:29. Die Ladies aus der Goldschlägerstadt, deren Nervosität in der Crunchtime immer weiter angestiegen war, mussten nun selbst 120 Sekunden in Unterzahl überstehen. Als hätten die Mädels von Coach Dani nur auf diese Gelegenheit gewartet, nutzten sie diese 2 Minuten zum 29:29 Ausgleich. Also eine Minute und 20 Sekunden noch auf der Uhr und wieder alles offen! Was nun in der Halle los war, kann man sich lebhaft vorstellen. Die Zuschauer versuchten alles um ihre Teams zum Sieg anzufeuern, Trainer und Auswechselspieler ebenso und die Spielerinnen auf dem Feld versuchten ihre restlichen Kraftreserven zu mobilisieren. Das in dieser Situation die Hauptverantwortung in Schwabachs Angriff auf deren Führungsspielerin lag, die am Ende mit 10 Toren auch erfolgreichste Schützin des Spiels werden sollte, war nur logisch und auch den Räderinnen klar, die nun in der Abwehr noch mehr Druck machten, um die Gäste zu einem Fehler zu zwingen und ihrer Torhüterin ihre Arbeit zu vereinfachen. Dies gelang mit Bravour und so konnte man nun in den Gegenangriff starten.
Geduldig ließen die Räderinnen den Ball laufen, brachten die Abwehr in Bewegung und, wie schon beim Ausgleichstreffer, setzten sie über die erfolgreich freigespielte Kreisläuferin den 30:29 Führungstreffer. In den letzten 30 Sekunden warfen die Eisenbahnerinnen noch mal alles in die Waagschale, um hinten die Schotten dicht zu machen, was auch vorbildlich gelang. Und so durften sich die Hausherrinnen und ihre Fans über einen verdienten Heimsieg freuen!
Ohne übertreiben zu wollen, muss man sagen, dass es einfach ein geiles Spiel war, was die Mädels an diesem Tag gezeigt haben! Nichts erinnerte an die Unsicherheit, die im letzten Heimspiel für regelrechte Paralyse sorgte, im Gegenteil! - die Mannschaft hat sich selbstbewusst und kampflustig gezeigt, darüber hinaus aber die nötige Lockerheit nicht vermissen lassen. Einfach eine starke Teamleistung mit der man sich am Ende erfreulicher- und verdienterweise mit einem Sieg belohnen konnte.
Danke Mädels, hat Spaß gemacht!
Wieder besser in der Spur
HBC Nürnberg II vs.Damen I 19:26 (10:11)
Am 05.10.2025 hatten die Damen I des ESV Flügelrad ihr erstes Auswärtsspiel vor der Brust. Gegen die Oberligareserve des HBC Nürnberg wollten die Mädels um Coach Dani Wiedergutmachung für die desaströse Vorstellung im Mögeldorfspiel leisten. Zwar war die Personaldecke weiterhin dünn - diese werde sich auch erst gegen Ende der Hinrunde etwas entspannen - allerdings war es beim HBC an diesem Tag auch nicht besser bestellt.
Die Partie startete vielversprechend für die Räderinnen, denn nach einer erfolgreichen Balleroberung kurz nach Anpfiff, konnte man gleich im ersten Angriff einen Strafwurf herausarbeiten. Leider wurde dieser nicht verwandelt und ließ zu befürchten, dass die Chancenverwertung, insbesondere vom 7-Meter-Strich, wie schon in den Spielen zuvor, nicht mit einer guten Quote gesegnet sein werde. Dafür zeigte sich die Abwehr deutlich bissiger als noch die Woche zuvor und so gelangen den Gastgeberinnen in den ersten 11 Minuten nur 2 Tore. Da man selbst leider auch einige Hochkaräterchancen ungenutzt ließ, konnte man in dieser Zeit nur einen 4-Tore-Vorsprung (2:6) herausarbeiten.
Unaufmerksamkeiten im Rückzugsverhalten ließen die Hausherrinnen wieder besser ins Spiel finden und mit zunehmender Spielzeit schmolz der knappe Vorsprung der Räderinnen. In der 26. Minute schaffte der HBC erstmals den Ausgleich. Ein mageres 9:9 zierte die Anzeigentafel, was zum einen die Schwierigkeiten beider Angriffsreihen aufzeigte, zum anderen auf eine gute Leistung der Defensiven und der Torhüterinnen schließen lässt. Bis zur Pause gestalteten die Spielerinnen die Partie offen und man ging nach einem 7-Meter-Tor des ESV mit 10:11 in die Pause.
Hier versuchte Coach Dani die Mädels zu motivieren, nicht alles zu zerdenken, sondern mit Selbstvertrauen und Konsequenz in die Aktionen zu gehen. In Halbzeit zwei erwischten allerdings die Gastgeberinnen trotz Unterzahl den besseren Start und konnten mit 12:11 das erste Mal in Führung gehen. So blieb es zunächst eng, mit wechselnden Führungen, bis zum 15:15, bei Spielminute 40. Nach einem vergebenen Strafwurf zündete der ESV den Turbo und legte innerhalb der nächsten 6 Minuten einen 5-Tore-Lauf hin, den selbst die Heim-Auszeit nicht unterbrechen konnte. Ab dann schien der Knoten bei den Räderinnen geplatzt. Ballgewinne in der Abwehr sorgten für leichte Tore und auch die Würfe aus dem Rückraum fanden nun ihr Ziel. So setzte man sich Stück für Stück immer weiter ab. Und falls sich die Hausherrinnen doch einmal eine aussichtsreiche Wurfposition erarbeiten konnten, musste man erstmal an der Mannschaftsmama im Tor vorbei.
Diese geschlossene Teamleistung der ESV-Damen sorgte dafür, dass der HBC in der letzten Viertelstunde nur noch 4 Tore verbuchen konnte und man sich schließlich mit einem 19:26 Endstand belohnte.
Ohne Worte...
Damen I vs. SpV Mögeldorf 14:24 (7:12)
Die 2. Partie in der Saison 2025/26 sollte für die Damen I des ESV Flügelrad ein einziges Fiasko werden. Dabei sah es trotz Krankheitsausfall personell mal gar nicht so schlecht aus. Ganze 12 Spielerinnen hatte Coach Dani zur Verfügung und das sogar ohne die Unterstützung aus der 2. Mannschaft.
Um denen, die an diesem Tag den Weg in die Halle des Eisenbahnersportvereins gefunden hatten zu ersparen, das dort erlittene Trauma erneut zu durchleben, hält sich dieser Bericht kurz und verzichtet zur Schonung aller Gemüter groß ins Detail zu gehen.
Im Prinzip war von Anfang bis Ende der Wurm drin. In der Abwehr fehlten die Absprachen und der nötige Biss, der Angriff war behäbig bis statisch und geprägt von technischen Fehlern, die auf ein mangelndes Zusammenspiel zurückzuführen sind. Am schlimmsten war allerdings die Chancenverwertung! Durchschnittlich fand nur jeder 3. - 4. Torwurf sein Ziel - und wir sprechen hier wirklich nur von den klaren Torchancen und nicht von den Verlegenheitswürfen, die es zweifelsohne auch zu genüge gab. Die Leistung der Mögeldorfer Torhüterinnen soll hier nicht geschmälert werden, aber wahrheitsgemäß muss man sagen, dass ein Großteil der vergebenen Chancen einfach am Tor vorbeisegelten und die Keeperinnen nicht mal zum Halten bemühten.
Die Gegnerinnen aus Mögeldorf hingegen waren eindeutig besser eingespielt, konzentrierten sich auf ihr Spiel und nahmen die Fehler der Hausherrinnen dankend an. Lediglich mit der einzigen Konstante der Räderinnen hatten sie zu kämpfen. Diese stand zwischen den Pfosten der Heimmannschaft und erfüllte ehrenvoll und tapfer ihre Aufgabe, so dass die Gäste es pro Halbzeit nur auf je 12 Tore schafften.
Nach Abpfiff sah man zum einen eine strahlende Mögeldorfer Mannschaft, die sich diesen Sieg natürlich redlich verdient hatte und zum anderen die langen und endtäuschten Gesichter der ESVlerinnen. Schaut man nur auf den Endstand, ergibt sich die einfache Milchmädchenrechnung, dass 14 Tore in 60 Minuten mehr als zu wenig sind. So gewinnt man keinen Blumentopf und definitiv kein Handballspiel. Wer das Spiel aber gesehen hat, der weiß, dass das Hauptproblem woanders liegt.
Coach Dani verpackte es nach dem Spiel so in Worte:„Man hat heut gesehen, was passiert, wenn man nicht zusammen trainiert. Wenn sich einige seit Start der Vorbereitung kaum oder gar nicht blicken lassen, kann man das Zusammenspiel aber auch nicht trainieren. Arbeit geht natürlich immer vor und ich will keinem seinen Urlaub madig machen, es muss aber jeder klar sein, dass man mit nur einer Handvoll Leuten auf Dauer nicht adäquat Angriff und Abwehr trainieren kann und dann darf sich auch keine beschweren, wenn man so eine Vorstellung abliefert.“
Der Rumpftrupp gegen die Oberliga
Damen I vs.HG Zirndorf II 30:39 (12:18)
Das der Saisonauftakt für die Damen I des ESV Flügelrad kein leichter werden würde, stand schon im Laufe der Vorbereitung fest, zumindest wenn man diese als solche bezeichnen will. Viel war nicht möglich für Coach Dani, der im Schnitt nie mehr als eine Handvoll Spielerinnen im Training hatte. Denn was nützt alle Vorplanung, wenn die Prioritäten einiger Spielerinnen überall liegen, nur leider nicht bei ihrer Mannschaft. So mussten immer wieder Trainingsspiele aufgrund Personalmangels kurzfristig abgesagt oder Testspielanfragen von vornherein abgelehnt werden. Dies war auch deshalb bitter, da man so den neu hinzugewonnenen Spielerinnen die Möglichkeit raubte, sich spielerisch in die Mannschaft einzufügen.
Mit diesem Phänomen hat allerdings nicht nur der ESV zu kämpfen, auch andere Vereine berichten von diesem Negativtrend der sich in den letzten Jahren immer mehr einschleicht, so dass man schon von einer Art Epidemie sprechen kann. Vielleicht vergessen viele einfach, dass in einem Mannschaftssport die Worte „Wir“ und „Zusammen“ eine wesentliche Rolle spielen und übersehen, dass sich ihr Verhalten auf ihre Mitspielerinnen und die Trainer, die abgesehen von Training und Spiel viel Zeit in Planung und Organisation stecken, auswirken und Spuren hinterlassen. Zu einem Mannschaftssport gehört eben auch Verantwortung und Respekt. Aber dies soll ja ein Spielbericht werden und kein Referat über Mannschaftssport und was er bedeutet. Von daher belassen wir es bei diesem „kleinen Denkanstoß“ als Einführung und widmen uns wieder dem 1. Saisonspiel der ESV-Damen.
Nun gut, hier hatte man niemand geringeren, als den letztjährigen Klassenprimus HG Zirndorf II vor der Brust, der mit zwölf Spielerinnen antrat, von denen die Hälfte eigentlich der 1. Mannschaft angehört. Dies war allerdings schon zu erwarten gewesen, nachdem die HG darum gebeten hatte, den Anpfiff etwas nach hinten zu legen, um nicht zeitgleich mit beiden Mannschaften zu spielen. Womit man allerdings weniger gerechnet hatte, waren die kurzfristigen Absagen in den eigenen Reihen, weshalb man 2 Stunden vor Anpfiff plötzlich mehr als dünn besetzt und ohne Kreisläufer dastand. Glücklicherweise ist auf die Mädels der Damen II verlass und so schaufelten sich die zwei Jennys trotz aller Kurzfristigkeit die Zeit freium zu unterstützen. Vielen Dank noch einmal dafür!
Die Mädels und Coach Dani gingen in dieses Spiel mit dem Ziel sich zu finden, auszuloten in welcher Konstellation man wie gut funktioniert und natürlich um festzustellen, wo sich welche Baustellen befinden, an denen man im Laufe der Hinrunde noch arbeiten müsse. Außerdem ganz wichtig, sich über das freuen, was funktioniert. Und man muss sagen, es hat viel funktioniert! Die Abwehr stand gut und auch im Angriff fand man immer wieder Abschlussmöglichkeiten, wenn der Ball auch das ein oder andere Mal neben das Tor ging. Zwar kam es zu Abstimmungsfehlern, meist in der Offensive, aber damit hatte man ja gerechnet und ließ sich davon also nicht entmutigen. Nervosität gehört auch dazu und hielt sich dem Anschein nach die ersten zwanzig Minuten in Grenzen, gewann dann allerdings mit dem ersten Unterzahlspiel der Räderinnen doch etwas die Oberhand. Aus einem 6:8 wurde so ein 7:12 knapp 8 Minuten vor Ende der ersten Halbzeit.
Auch diese Saison fällt im Spiel der Zirndorferinnen auf, dass ihre Stärke nicht unbedingt im Aufbauspiel oder gar in der Defensive liegen, sondern hauptsächlich im Umschaltspiel nach vorne, also im Kontern. Genau dazu luden die Hausherrinnen nun mit leichten Ballverlusten, sei es durch Passfehler oder Fehlwürfen ein. Dies soll kein Vorwurf sein, denn schließlich war allen klar, dass solche technischen Fehler passieren können und werden. Im Gegenteil möchte hier erwähnt sein, dass die Mädels trotzdem nicht den Kopf in den Sand steckten und sich im Rückzugsverhalten die Hacken wund liefen, um ihre Torhüterin nicht alleine im Regen stehen zu lassen. Natürlich ärgerte der 12:18 Halbzeitstand die ESVlerinnen schon etwas, denn zu ihrer Freude lief eben doch schon vieles Rund und man stand im direkten Angriff-Abwehr-Duell den Gästen eigentlich in nichts nach. Und auch die Zirndorferinnen machten genug einfache Fehler. Der Hauptunterschied lag einfach nur darin, dass diese die Fehler ihrer Gegnerinnen konsequent bestraften.
Die zweite Spielhälfte zeichnete im Prinzip ein ähnliches Bild wie die ersten 30 Minuten. Zudem machte sich die Laufintensität der Partie bei den Hausherrinnen nach und nach bemerkbar. Trotzdem schonte sich keine und bis zum Abpfiff gab man als Mannschaft alles. Am Ende stand ein 30:39 und die Erkenntnis, dass man trotz verkorkster Vorbereitung Vieles hat, auf dem sich aufbauen lässt.
Die beiden neuen Mannschaftsküken Jana und Gresa haben ihre Feuertaufe definitiv bestanden und auch die beiden Mädels aus der 2. Mannschaft haben sich prima eingefügt und eine gute Leistung gezeigt.
Nächsten Sonntag steht, um 16:10 Uhr, das nächste Heimspiel an. Zu Gast ist die SpV Mögeldorf. Schau’ma einfach mal was wird…wir freuen uns!