RUNDE 3 - QUALIFIKATION ZUR OBERLIGA
in Helmbrechts/Münchberg
Die dritte und letzte Runde der Qualifikation für die Saison 2026/2027 stand an. Für uns ging es dieses Mal nach Helmbrechts/Münchberg. Für die BOL gemeldet und bis in die Oberliga gekämpft, fanden wir uns in einer sehr starken Gruppe wieder. Außer der HSG Pleichach, die auch aus der BOL in die Oberliga aufgestiegen waren, hatten alle anderen Mannschaften in mindestens einer der beiden vorherigen Runden Ober- oder sogar Regionalliga Erfahrung. Daher wussten wir, dass es ein sehr schweres Turnier werden würde. Doch in herausfordernden Spielen lernt man immer am meisten, also stellten wir uns dieser Aufgabe.
Gleich in der Früh wartete ein Highlight auf uns, denn wir fuhren alle gemeinsam in einem Bus zur Spielstätte. Wir Spielerinnen, Fans,
Eltern, und Freunde machten sich also gemeinsam auf den Weg um einen tollen Tag miteinander zu verbringen.
HSG Pleichach – WJC 16:13 (7:4)
Das erste Spiel würde gleich ein Gratmesser werden, ob wir mithalten können oder nicht. Unsere Gegnerinnen haben zwei sehr gute Spielerinnen, die schon Bayernauswahlerfahrung gesammelt haben, doch
wir ließen uns nicht abschütteln. Nach einem anfänglichen 3:1-Rückstand gleichen wir zum 4:4 aus. Wir hätten durchaus die Chance gehabt selbst in Führung zu gehen, doch wir zeigten etwas Nerven und
verwandelten vorne die Tore nicht, daher ging es mit 3 Toren in die kurze Pause. Normalerweise kommen wir über die zweite Halbzeit, doch es schlichen sich immer mehr Fehler ein, die dann natürlich
bestraft wurden. Knapp zwei Minuten vor dem Ende stand es 14:9, doch so wollten wir uns nicht geschlagen geben, daher versuchten wir alles. Am Ende stand ein knapperes 16:13 gegen uns. Das war eine
bittere Niederlage die wir hinnehmen mussten, denn hier war mehr drin.
WJC - ESV 27 Regensburg 10:9 (5:5)
Das zweite Spiel ging gegen Regensburg, einem Verein, deren Damenmannschaft „die Bunkerladies“ in der zweiten Bundesliga unterwegs ist. Nach der Niederlage im ersten
Spiel, wollten wir es vor allem uns selbst beweisen, dass wir mithalten und für Überraschungen sorgen können. Das Spiel war zu beginn von technischen Fehlern geprägt und auf beiden Seiten wollten die
Torabschlüsse nicht klappen, dennoch war das Spiel immer ausgeglichen. Doch man konnte uns anmerken, dass wir diesen Sieg unbedingt wollten. In der zweiten Halbzeit konnte Regensburg erstmals auf
drei Tore wegziehen. War es das? Nein!! Noch sieben Minuten zuspielen. Plötzlich stand die Abwehr wie gewohnt solide, stellte die Angreiferinnen vor unlösbare Aufgaben und eroberte sich die
Bälle. Wir glichen drei Minuten vor Ende aus. Unser Fanclub auf den Rängen gab wirklich alles. Rückstand. Ausgleich. Und ca. dreißig Sekunden vor dem Ende gingen wir das erste Mal nach dem 1:0 mit
10:9 in Führung. Nun hieß es hinten den Ball erobern, halten oder die Gegnerinnen so lange beschäftigen, dass sie nicht mehr werfen konnten. Danach hatten wir es wirklich geschafft und uns unseren
Sieg erkämpft und verdient.
MTV Stadeln – WJC 14:13 (6:3)
Im dritten Spiel ging es gegen Stadeln. Gegen die erste Mannschaft hatten wir seit der D-Jugend nicht mehr gespielt. Stadeln war mit drei Niederlagen bereits aus der
Oberliga ausgeschieden, für uns war zu diesem Zeitpunkt noch alles drin. Leider konnten wir nicht so gut auf das Spiel konzentrieren, es kamen wieder ein paar Erinnerungen an knappe Niederlagen hoch.
So lagen wir nach knapp neun Minuten mit 5:1 hinten. Immer wieder scheiterten wir an der sehr starken Torhüterin. Als wir merkten, dass in diesem Spiel doch so einiges möglich ist uns wir anfingen
die Tore zu werfen, war die Halbzeit auch schon vorbei. Nun war es mal wieder an der Zeit für eine Wunder-Halbzeit. Das hatten wir schon öfter beweisen, dass wir große Rückstände aufholen können. Wir
kämpften uns auf ein 10:5 heran, ehe wir eine Auszeit nahmen. Nun hieß es nochmal alles mobilisieren, daran glauben, dass wir es schaffen konnten. Und schon stand es 10:7. WIR.KAMEN.RAN. Drei Minuten
vor dem Ende hatte sich Stadeln noch mal auf 13:9 abgesetzt. Irgendwie scheinen wir diesen Nervenkitzel zu brauchen, denn nun stand die Abwehr viel stabiler und brachte die Finger so dazwischen, dass
wir den Ball für uns gewinnen konnten. Zwanzig Sekunden vor dem Ende sorgten wir mit dem 14:13 Anschlusstreffer für Eskalation auf den Rängen. Wir eroberten uns sogar nochmal den Ball, trugen ihn
nach vorne und mussten aus ca. 19 Metern abschließen. Leider wurde der Ball geblockt und brachte uns die zweite Niederlage ein. Ein Lob gab es noch vom Betreuer, der meinte, dass wir – bei längerer
Spielzeit – dieses Spiel noch gedreht hätten.
WJC: SG Helbrechts/Münchberg 11:18 (4:10)
Im letzten Spiel ging es für uns nichts mehr. Wir wussten schon, dass sich Pleichach das Recht erspielt hatte die Saison in der Oberliga zu spielen. Doch wir hatten unser
Minimalziel BOL bereits erreicht und konnten nun gegen den Turniersieger ohne Druck spielen. Das Tempo von Helmbrechts, deren schnell ausgeführte Freiwürfe sowie deren schnelle Mitte überraschten uns
und konnten erst nicht mitgehen. Dennoch blieben wir bis zur siebten Minute mit 3:5 dran. Wir wollten uns auf jeden Fall zu präsentieren, doch das Ergebnis wurde auch in der zweiten Halbzeit
deutlicher. Zwischenzeitlich lagen wir mit zehn Toren zurück. Das konnten wir so nicht auf uns sitzen lassen. Mit großer Willensleistung verkürzten wir den Abstand und unterlagen am Ende mit 11:18.
Auch wenn das Spiel verloren ging wurde direkt nach dem Spiel in einem Kreis gefeiert, abgeklatscht und anschließend mit den Fans auf de Tribüne gefeiert. Wir hatten die zweite Halbzeit nur mit einem
Tor verloren.
Auch wenn es letzten Endes nicht für die zweithöchste Liga gereicht hat, haben wir wichtige und tolle Erfahrungen gesammelt, dass man sich nicht verstecken muss und dass es in Ordnung ist, wenn
andere Mannschaften besser sind. Dennoch konnte man sich in jedem Spiel zeigen und immer wieder ran kämpfen. Solche Turniere zeigen uns die Lücken auf, woran wir arbeiten müssen und auf was wir uns
immer verlassen können.
Ausgelassen wurde im Bus nach Haus gefahren, mit vielen Gesängen und jeder Menge Spaß.
Unserer Emma, die sich eine Bänderdehnung zu gezogen hat, wünschen wir gute Besserung und eine schnelle Genesung.
Es spielten: Anne, Fina, Sophia, Jonna, Lina, Helen, Adriana, Elisa, Greta, Marie, Thea, Emma, Lilly. Hannah
RUNDE 2 - QUALIFIKATION ZUR OBERLIGA
Heimturnier
Nach unserem Turniersieg vor zwei Wochen hatten wir uns eine Liga nach oben gespielt und durften die zweite Runde für die Oberliga
spielen. Vor heimischem Publikum wollten wir allen zeigen, dass wir das Zeug das haben und wollten mitmischen. Unsere Gegner würden stärker sein, die Spiele würden länger dauern und härter
werden.
WJC : JSG Fürther Land II – 14:13 (6:9)
Für unser erstes Spiel waren wir fokussiert und vor allem auch sehr motiviert. Wir wussten dennoch, dass wir Spaß haben konnten und auch durften. Die ersten zwei Punkte wollten wir direkt mitnehmen
und uns den Sieg holen. So gingen wir in den ersten Angriff und netzten bereits nach 10 Sekunden ein. Im Anschluss hatten wir etwas Wurfpech und gerieten mit 1:4 in Rückstand. Dafür stand unsere
Abwehr wieder wie eine Wand, sodass wir uns wieder herankämpfen konnten. Es war ein schnelles aber ausgeglichenes Spiel, mit schnellen Angriffen, tollen Paraden, schönen Toren, Einläufen, Pässen und
einer klasse Abwehr. Fünf Minuten vor Ende der ersten Halbzeit stand es 6:7, schafften den Ausgleich noch nicht und gingen mit minus drei Toren in die Pause. Aber wir sind zu echten
Mentalitätsmonstern geworden, haben nicht beeindrucken lassen und so stand nach Wiederanpfiff innerhalb fünf Minuten 10:9. SPIEL GEDREHT! Die Halle tobte! Hatten zu Beginn die Fans der JSG die
Oberhand, wurden diese immer leiser, während unsere Fans durchgehend und lauter werdend anfeuerten, die Kuhglocken bimmeln ließen und jede Aktion feierten. Die letzten zehn Minuten waren spannend und
ein einziger Kampf. Die Abwehr musste hart und konzentriert arbeiten. Je lauter wir wurden und je besser wir standen, desto mehr Fehler passierte unseren Gästen. Zwei Minuten vor dem Ende lagen wir
mit 14:12 vorn, eine Minute vor dem Ende noch mit einem Tor. Die letzte Aktion gehörte der JSG, die noch einen direkten Freiwurf ausführen musste. GEHALTEN!
WIR HATTEN GEWONNEN!
TV Großlangheim : WJC – 18:17 (10:7)
Nach zwei Stunden Pause stand unser zweites Spiel an. Auch Großlangheim waren als Aufsteiger aus der BOL in dieses Turnier gestartet, hatten allerdings ihr erstes Spiel
gegen Coburg verloren. Mit einem Sieg wären wir schon sicher und dürften in Runde drei auch wieder in der Oberliga starten. Das Spiel startete ausgeglichen, doch auch in diesem Spiel gerieten wir ins
Hintertreffen und mussten mit drei Toren Rückstand in die Halbzeit. Wenn wir das gezeigt hatten, dann allerdings, dass wir zweite Halbzeiten können und vor allem, dass wir niemals aufgeben. Genau das
haben wir in der zweiten Halbzeit gezeigt. Tor um Tor kämpften wir uns heran. Wir schafften es immer wieder viele verschiedene Spielerinnen in Szene zu setzten. Sei es im Angriff oder in der Abwehr.
Unsere beiden Torhüterinnen konnten sich auch immer wieder auszeichnen und hielten uns im Spiel. Eine Minute vor Schluss lagen wir noch zwei Tore zurück. Doch wir wollten unbedingt den Ausgleich
schaffen und entweder einen Punkt oder sogar beide Punkte mitnehmen. Der Anschlusstreffer fiel. Nun hieß es in der Abwehr alles geben und den Ball erobern, halten und nach vorne spielen. Das gelang
uns auch! Wir glichen zum ersten Mal 18 Sekunden vor Schluss aus. Nun hieß es wieder den letzten Wurf zu verhindern. Doch ein seht gut platzierte Rückraumwurf ging unhaltbar oben ins Tor. Damit
verloren wir das zweite Spiel denkbar knapp. Nun hatten alle Mannschaften einmal gewonnen und einmal verloren. Das letzte Spiel würde alles entscheiden.
WJC : TS Coburg – 16:10 (7:4)
Im letzten Spiel des Tages hieß es alles oder nichts. Großlangheim hatte gegen die JSG gewonnen und war als Turniersieger weiter. Nun wollten wir uns mit einem zweiten
Sieg den zweiten Platz und somit das Weiterkommen sichern. Konzentriert starteten wir in die Partie, konnten, dank unseres Abwehrbollwerks knapp neun Minuten ohne Gegentor bleiben und trafen vorne
selbst. Vier von 15 Minuten spielten wir in Unterzahl, doch dieses Mal schafften wir es mit einer drei Tore Führung in die Pause zu gehen. Wir gingen mit einem guten Gefühl in die Pause. Die zweite
Halbzeit würden wir in doppelte Unterzahl nur zu viert beginnen und wurden entsprechend darauf eingestellt. Wir schafften es in dieser Zeit kein Gegentor zu kassieren und selbst zwei zu werfen. Was
für eine Abwehr und Mannschaftsleistung, die auch von der Bank aus von jeder Spielerin gefeiert wurde. Unsere Torhüterinnen konnten vier von sieben gegebenen 7-Metern entschärfen. Und was machten
wir? Verwandelten vorne unsere Würfe und setzten uns erstmals auf 5 Tore zum 12:7 ab. Wir ließen keinen Zweifel aufkommen, dass wir uns diesen Sieg unbedingt holen wollten. Und genau das taten wir
auch. Mit einem 16:10 sicherten wir uns die Punkte und ziehen somit absolut verdient in die dritte Runde der Oberliga in zwei Wochen ein.
Insgesamt acht Torschützinnen konnten sich in die Torschützinnen Liste eintragen, aber unser Prunkstück war vor allem die Abwehr und unser ungebrochener Zusammenhalt.
So auch neben dem Platz. So kamen neben den Eltern und Interessierten sowohl ehemalige Spielerinnen und neue Spielerinnen, Mädels aus der D-Jugend zum Zuschauen und Anfeuern. Auch ein paar Edelfans der männlichen B-Jugend, waren wieder mit von der Partie.
VIELEN LIEBEN DANK EUCH ALLEN!
Mit 4:2 Punkten und einem Torverhältnis von 47:41 Toren (+6 Toren) stellen wir die Beste Abwehr aus dieser Runde!
Es spielten: Anne, Fina, Sophia, Jonna, Lina, Helen, Adriana, Elisa, Greta, Marie, Thea, Emma, Lilly, Hannah
Nach einem kurzfristigen Testspiel gegen den TSV Roßtal vergangene Woche und gerad einmal zwei Trainingseinheiten in der neuen Konstellation wussten wir zu Beginn der Quali-Runde noch nicht so recht wo wir stehen. Es braucht immer eine gewisse Zeit sich einzuspielen, dazu hatten wir nun vier Gelegenheiten und wollten vor allem uns beweisen, was wir können.
Nach der ersten Runde erspielt sich der erste Platz das Recht die zweite Runde der Qualifikation mit Mannschaften auf Oberliga-Niveau (OL) zu spielen, Platz 2 bis 4
verbleiben in der Bezirksoberliga (BOL) und für den letzten Platz ist die Qualifikation beendet, da diese Mannschaft in der Bezirksliga (BL) spielt.
Ziel war es, so lange wie möglich um Platz 1 mitzuspielen und uns nicht unter Platz 3 zu verkaufen.
TSV 04 Feucht : WJC – 7:8 (3:3)
In der Gasthalle angekommen, wurde uns eine provisorisch eingerichtete Kabine aus Kästen und Weichbodenmatten gebaut – sah wirklich gut aus – da sich die Schule alle
Kabinen gesichert und abgesperrt hatte. Vorteil daran war, dass die Kabine direkt in der Halle zum Warmlaufen stand und wir so immer direkt loslegen konnten. Wir bestritten das zweite Spiel des Tages
und die erste Halbzeit spielten wir noch nervös. Es gab auf beiden Seiten viele Ballverluste. Unsere Abwehr war sofort da und wir kassierten erst in der achten Minute unser erstes Tor. In der ersten
Hälfte fielen kaum Tore. Hinten standen wir sehr gut, da wir in 12 Minuten nur ein Feldtor zuließen und die anderen beiden Tore durch 7-M aufgrund der Abwehr im Kreis hinnehmen mussten. Vorne
spielten wir uns immer wieder schöne Chancen heraus, scheiterten noch an der Torfrau, weshalb es zur Pause unentschieden stand. Auch in der zweiten Hälfte fielen nicht viele Tore, doch wir behielten
fast immer die Nase vorne und setzten in entscheidenden Momenten die notwendigen Akzente, sei es durch ein Tor, durch einen gewonnenen Ball oder auch durch einen stark gehaltenen Wurf vor allem gegen
Ende des Spiels. Am Ende stand nach einem wirklich körperlichen Spiel ein knapper Sieg auf unserem Konto.
WJC : TV Hilpoltsein – 23:7 (13:2)
Nach zwei Spielen Pause und einer Stärkung trafen wir zum ersten Mal überhaupt auf Hilpoltstein. Die Mannschaft trat nur zu siebt an. Allerdings unterschätzten wir unsere
Gegner nicht und legten direkt los wie die Feuerwehr. In der Abwehr konnten viele Bälle in direkte Gegenstöße und somit Tore umwandeln, weshalb es nach 5 Minuten bereits 7:0 stand. Unsere
Torhüterinnen hielten die Bälle teilweise einhändig fest. Auch in der zweiten Hälfte ließen wir nichts anbrennen und es konnten sich alle Spielerinnen mit starken Aktionen auszeichnen. Mit tollen
Pässen eingeleitete Tempogegenstöße, schönen Einläufen und starken Ballgewinnen zeigten wir unsere Spielfreude und kassierten auch im zweiten Spiel insgesamt nur 7 Tore.
JSG Fürther Land III : WJC – 7:15 (3:9)
Im dritten Spiel trafen wir die JSG Fürther Land III. Allerdings war dies eine komplett neue Mannschaft, als die Mannschaft gegen wir in der letzten Saison in der Liga
gespielt hatten. Wir wussten, dass wir in der Abwehr gut verschieben und uns helfen mussten, da wir auf sehr 1:1-starke Spielerinnen treffen würden. Und auch hier stand die Abwehr ab der ersten
Minute. Zwar kassierten wir das erste Tor, legten allerdings selbst drei Tore nach und setzten uns immer weiter ab. Unsere Abwehr war heute das absolute Paradestück an dem alle anderen Mannschaften
verzweifelten. Gegen Ende der zweiten Halbzeit hatten wir eine ganz kurze Schwächephase, denn gute Abwehrarbeit ist verdammt anstrengend und über den Tag wird man nicht frischer. Auch im dritten von
drei Spielen kassierten wir nur 7 Tore. So konnte es weiter gehen.
WJC : SpVgg Diepersdorf – 22:17 (11:4)
Ausgerechnet das letzte Spiel sollte, ausgerechnet gegen die Gastgeberinnen, das Spiel um Platz 1 entscheiden. Nach einem langen Tag hatten beide Mannschaften alle Spiele
gewonnen und teilten sich mit je +25 Toren den ersten Platz. Bei Sieg würden wir die zweite Runde für die Oberliga spielen, bei Niederlage auf Platz 2 abschließen und weiter in der BOL spielen. Wie
schon in den drei anderen Spielen wurden wir vorher mit einer motivierenden Kabinenansprache angestimmt und gingen bereit zum Kampf ins letzte Spiel. In den ersten Beiden Minuten kam keines der
Abwehrsysteme ohne Foul aus und es stand 1:1 nach 7-Metern. Danach ließ unser Abwehrbollwerk so gut wie nichts mehr zu. Wir erspielten uns den Respekt der Gegnerinnen, die nicht mehr wussten, was sie
noch unternehmen sollten um ein Tor zu werfen. Kam ein Ball durch fingen unsere Torhüterinnen diese Bälle ab. So stand es vier Minuten vor Ende der ersten Halbzeit 8:2 für uns. Das konnten wir selbst
nicht richtig glauben, doch wir durften unsere Konzentration nicht verlieren. Unsere Würfe vorne kamen schön platziert und scharf, dass die Torhüterin – oft im richtigen Eck stehend – nicht mehr an
unsere Bälle kam. Auch nach der Pause ließen wir nicht locker. Vereinzelt klappte das verschieben und doppeln nicht mehr, nun merkte man uns doch die Erschöpfung an. Vorne legten wir immer wieder
nach. Vier Minuten vor Ende des Spiels nahmen wir eine Auszeit zum durchschnaufen und um wieder Ruhe reinzubringen. Wir hatten uns etwas von der Hektik der Gastgeberinnen anstecken lassen. Wir
spielten das Spiel souverän zu Ende und siegten mit +5 Toren unterschied.
Nach dem Spiel war die Freude riesig, da wir uns mit dieser Leistung für die zweite Runde in der Oberliga – die zweithöchste Liga in Bayern – qualifiziert hatten. Das war nur mit einer geschlossenen
Mannschaftsleistung möglich zu der JEDE ihren Beitrag geleistet hat. Handball ist mehr als die Summe der Tore, die am Ende auf der Anzeigentafel stehen. Es ist die Kombination aus den Toren, des
Supports von der Bank, der Eltern, der Fans, der gehaltenen Bällen, der Abwehr, tollen Laufwegen, schönen Pässen und dem Glauben an sich selbst und das Team, sowie mentaler Stärke.
Und genau diese Summe bringt uns mit 8:0 Punkten, den besten Angriff sowie der besten Abwehr in die nächsthöhere Liga.
Hier nochmal die Kurzdaten: 1. Platz – Torverhältnis 68:38 – Tordifferenz +30 – Punkte: 8:0
Es spielten: Anne, Fina, Sophia, Jonna, Lina, Adriana, Elisa, Greta, Marie, Thea, Emma, Lilly, Hannah
RUNDE 1 - QUALIFIKATION ZUR BOL
in Diepersdorf